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Masken auf sich und andere schützen

Masken auf – sich selbst und andere schützen

Solidarität zeigt sich auch in den Masken

COVID-19 beschäftigt uns gut, seit Anfang März. Lockdown, Reisebeschränkungen, nach oben schnellende Zahlen an Infizierten und Toten, Ratlosigkeit auf vielen Seiten, Hoffnungen, die sich verflüchtigen, Menschen und Gesellschaft im Ausnahmezustand, Engagement und Zusammenhalt, neue Ideen und Ansätze, Denkrichtungen werden geändert … was bleibt, werden wir sehen, was sein wird, können wir nicht beurteilen. Wird es ein „vor“ und „nach“ Corona geben, wird es einfach nur weiter gehen?

Welche Bilder werden im Kopf bleiben?

Viele Bilder werden in den Köpfen bleiben. Bilder von Bergamo und New York, von Menschen, die auf Balkonen singen, von leeren Städten und Stränden, von einer Natur, die sich erholt. Und eines wird auch ganz sicher in den Köpfen bleiben: Menschen mit Masken. Ungewohnt in der westlichen Welt. Da gibt es selbstgenähte Masken, Einwegmasken, industriell hersgestellte oder in kleinen Manufakturen gefertigte Masken.

Masken werden Teil des Lebens

Sogenannte Alltagsmasken werden Teil des Lebens – natürlich mit den typischen Kontroversen. Manch einer sieht darin seine persönliche Freiheit eingeschränkt – hier lohnt ein Blick über den Tellerrand, um die Verhältnisse zurechtzurücken. Denn es geht nicht darum, die persönliche Freiheit einzuschränken (das macht etwa aktuell die Staatsgewalt in Hongkong), es geht darum im Miteinander die Corona-Krise zu bewältigen. Heißt: Maske auf – Sich und andere schützen. Beim Einkaufen, dem Theater- oder Konzertbesuch, im Restaurant, wenn ich den Tisch verlasse, mit den öffentlichen Verkauhsmitteln fahre. Denn ich schütze mit dem Tragen der Maske den Anderen vor einer möglichen Infektion – und trägt der andere auch eine Maske, schützt er mich. Das ist gelebte Solidarität.

masken-auf.com, ein gemeinsames Projekt mit einem unserer Partner, nahm genau mit diesem Gedanken seinen Anfang: eine Maske als Statement, mit drei Botschaften, zu entwickeln:

  • 1,5 m – Bitte Abstand halten!
  • Ich schütze Dich.
  • Maske auf!

Für dieses Projekt haben wir Logo und einige Motive entwickelt, eine Website und Texte aufgesetzt.

Heute gibt es die unterschiedlichsten Masken, alle leicht und angenehm zu tragen, perfekt an die jeweilige Körperform anzupassen, hier vor Ort produziert, in unterschiedlichen Farben und Designs, mit Sprüchen und neutral, waschbar und nachhaltig. Und eines steht immer im Mittelpunkt: Maske auf – Sich und andere schützen. Denn nur darum geht es in diesen Zeiten.

Masken auf - Sich und andere schützen
Verpackung ohne Plastik

Papier statt Plastik

Die Diskussion um Plastik ist gut, schafft sie doch ein Bewusstsein. Wann können wir auf Plastik verzichten, wann ist das Material sinnvoll, welche Auswirkungen hat es für uns? Stichworte sind Mikroplastik in der Nahrung, vermüllte Strände und Weltmeere, verendete Tiere. Bei diesem Thema sind sich alle einig: wir müssen und können etwas dagegen tun plastikfreier zu leben. Die Ansätze sind vielfältig – vom Plastiktütenverbot über den Einsatz von Wachstüchern bis hin zum Verzicht auf Plastikverpackungen. Immer mehr Menschen verzichten etwa beim Einkauf auf eine Verpackung und kaufen Obst und Gemüse lose ein. Andere gehen in einen Unverpackt-Laden oder setzen auf Mehrweg- statt Plastikflaschen.

Lieber ohne Plastik – das Umdenken beginnt.

Ein Umdenken beginnt und der Prozess befeuert sich gegenseitig. Supermärkte erweitern ihr Angebot an unverpackten Lebensmitteln, richten Waagen danach aus, ermöglichen das Einkaufen in eigenen Behältern. Das ist gut und ein Anfang. Hier kann jeder für sich seinen Anteil dazu beitragen, ohne auf ein Gesetz oder den Nachbarn zu warten. Vorbild sein ist einfach und benötigt weder mehr Geld im Portemonnaie noch komplizierte Vorbereitungen. Umso mehr Menschen mitmachen, umso besser. Und umso mehr auch die Industrie mitdenkt, umso leichter wird es für alle. Auch die Bio-Industrie. Wie oft verpackt sie ihre Produkte noch in eine Plastikfolie, werden Tees noch einmal eingeschweißt, Müsli, Mehl und vieles andere in Plastik verpackt. Zum Glück gibt es Ausnahmen und beginnt auch hier ein Weiterdenken – nicht nur die Produkte sollten „natürlich“ sein, auch die Verpackung und die Produktionsprozesse.

Spielberger hat eine preiswerte Bio-Marke entwickelt, Burgermühle. Die Produkte zeichnen sich unter anderem durch hohe Bioqualität zum guten Preis, hochwertige Handwerksqualität, fairen Umgang mit allen Beteiligten in der Wertschöpfungskette aus. Was uns aber besonders gut gefällt ist die Verpackung von Mehl, Müsli oder Reis. Sie ist aus 100 % Papier! Auch Spielberger „zieht jetzt nach“ und verpackt „seine“ Nudeln in 100 % Recyclingpapier:

Als Teil der Ökobewegung möchten wir uns konsequent dafür einsetzen, die Natur, das Klima und damit unser aller Lebensraum zu schützen. Wir haben uns dafür entschieden den Weg hin zu einem plastikfreien Unternehmen zu gehen. Statt Sichtfenster und Beutel aus Plastik suchten wir nach einer ökologischen Verpackungslösung. Recyclingfähigkeit, Nachhaltigkeit, aber auch Produktsicherheit und -qualität bestimmten unsere Suche nach einem geeigneten Material. 100% Papier heißt unsere Lösung. (Quelle: www.spielberger-muehle.de)

 

Bio-Brot zum Grillen

Bio-Brot – ganz einfach und lecker

Zugegeben, die Grillzeit ist (fast) vorbei. Dennoch möchten wir hier für die nächste Saison ein einfaches und schnelles Bio-Brot ohne Hefe für den Grillabend vorstellen (danke an die Druckerei Osterchrist für das Rezept im Rahmen eines Kalenders). Wir haben es getestet und es war ein perfektes Mitbringsel und hat klasse geschmeckt. Das Schöne dabei: Es dauert insgesamt nicht länger als 1 Stunde (inkjlusive Backzeit) – wenn man also noch auf die Schnelle etwas Originelles mitbringen will, ist dieses Brot perfekt.

Das braucht man:

  • 330 ml Milch
  • 330 g Bio-Mehl (hier darf man durcvhaus verschiedene Sorten testen, wir haben Weizenmehl genommen)
  • 1 Pckg. Backpulver
  • 1TL Salz
  • Wer es mag: Röstzwiebeln, Schinkenwürfel, Gewürze …

So geht´s:

Mehl, Milch, Backpulver und Salz gut miteinander verrühren, nach Belieben Röstzwiebel, Schinkenwürfel und/oder Gewürze hinzufügen. Dann in einer kleineren Kastenform ca. 50 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad backen. Fertig.

Arbeitszeit: 10 Minuten, Backzeit ca. 50 Minuten.

 

 

Tomaten aus dem eigenen Garten

Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn ich morgens in den Garten gehe, den Duft der Natur in mich aufnehmen kann, die vielen bunten Blumen, den Apfelbaum, die Kräuter und die selbst gezogenen Tomaten und Gemüsepflanzen wahrnehme. Natur, die atmet und lebendig ist, sich immer wieder verändert, die ich berühren, riechen und schmecken kann. Prall, verführerisch und leuchtend, verlockend und überraschend. Das Glück der Erde bekommt hier eine ganz einfache, bodenständige Bedeutung. Auch wenn der Weg zur ersten Tomate, Zucchini, Aubergine oder Paprika nicht immer einfach ist. Pflanzen brauchen Pflege, Tomaten müssen ab und an ausgegeizt, zurückgeschnitten, gegossen und gedüngt werden.  Der Aufwand aber hält sich in Grenzen. Natürlich ist man auch nicht vor Enttäuschungen sicher. Nicht immer wächst etwa die Zucchini so wie ich es möchte. In diesem Sommer haben wir sie zu lange „innen“ aufgepäppelt, über den kalten Mai gebracht und erst sehr spät ins Beet gesetzt. So tragen sie zwar jetzt wunderbar große Blüten, aber kaum Früchte.

Wir lieben unsere selbst gezogenen Tomaten

Dafür gibt es wieder Tomaten in unserem „Dschungel“. 10 Pflanzen haben wir in diesem Jahr „aufgezogen“. Kleine Murmel, Tigertomaten, Fleisch- und Flaschentomaten, Pomodoro … Die ersten wurden schon geerntet und direkt gegessen. Der Geschmack ist unvergleichlich, wenn wir mit dem erwachenden Tag, die Temperaturen noch kühl, zu den Tomaten schlendern und die Früchte direkt vom Stamm zupfen und essen. Frisch, intensiv, knackig, voll Aroma. Mit jedem Kauen weiß ich, der Aufwand hat sich gelohnt, die Mühen waren nicht umsonst – wenn es überhaupt Mühen waren. Denn schon das Einsetzen der Samen in das kleine Gewächshaus, die tägliche Pflege der Setzlinge und das Einpflanzen ins Beet, das Beobachten und Kümmern im Frühsommer machen mich glücklich. Ich spüre eine Verbindung, erlebe, was es heißt mit der Natur zu sein. Eine wunderbare Abwechslung zum Tag am Schreibtisch und vor den Monitoren, beim Entwickeln von Konzepten und Strategien. Geistesarbeit vs. Naturarbeit. Zum Glück muss ich mich nicht entscheiden, sondern kann wählen, dem einen als auch dem anderen mit aller Leidenschaft nachgehen. So wird es nicht langweilig und alles ist immer wieder und jeden Tag ein Abenteuer. Nun bin ich gespannt, ob unsere Zucchini doch etwas werden, wie Paprika und Aubergine schmecken. Vorher aber gibt es Tomaten – frisch vom Strauch, mit Pasta oder als Caprese.

Der Trafikant – eine Selbstfindung

„Vielleicht könnte man da und dort ein Zeichen setzen, hatte der Professor gesagt, ein kleines Licht in der Dunkelheit, mehr könne man nicht erwarten. Aber auch nicht weniger, dachte Franz und hätte fast laut aufgelacht.“

Robert Seethalers Roman „Der Trafikant“ spielt in Wien in den Jahren 1937 und 1938. Der Anschluss Österreichs an das großdeutsche Reich unter Hitler steht bevor. Die Bevölkerung ist zerrissen, wem können sie vertrauen, wem sollen sie ihre Stimme geben. Das Leben verändert sich, ehemalige Nachbarn denunzieren einander, Juden werden gemieden und verraten, ebenso Linke und andere, die sich für Toleranz und Werte außerhalb der Naziideologie einsetzen. In dieses Klima wird Franz, die Hauptperson im Roman „Der Trafikant“, gleichsam hineingeworfen. Er lebte sorglos mit seiner Mutter in einer kleinen Fischerhütte am Attersee im Salzkammergut. Mit dem Tod von Preininger, Freund und Gönner der Familie, ändert sich allerdings alles. Franz muss hinaus in die Welt, sein eigenes Geld verdienen und sein Leben selbst in die Hand nehmen. Die Zeiten, in denen er in den Tag hinein träumen konnte, sind vorbei. Er reist nach Wien zum Trafikanten Otto Trsnjek, einem alten Freund der Mutter, der ihr noch einen Gefallen schuldig ist. Seine Trafik, ein kleiner Zeitungs- und Tabakwarenladen, wird seine neue Heimat und ist für Franz das Tor zur Welt. Er lernt hier die unterschiedlichsten Persönlichkeiten kennen, erfährt über das Lesen der Zeitungen und die Gespräche in der Trafik Werte und Regeln von Politik und Gesellschaft. Und er schließt Freundschaft zu Freud, der nur unweit der Trafik in der Bergstraße wohnt. Mit ihm verbringt er einige Nachmittage auf Parkbänken und in der Freud´schen Wohnung, diskutiert über Werte, Sexualität, Weiblichkeit und Liebe, über Psychoanalyse, Jugend und Alter.

Robert Seethaler schafft es – wie auch in seinem wunderbaren Band „Ein einfaches Leben“ – den Leser mit auf die Reise, direkt hinein in das Geschehen, in die Irrungen und Wirrungen von Franz und seiner Zeit zu nehmen. Menschen und Situationen werden lebendig, die Schauplätze gegenwärtig. Man taucht mit Franz ein, entdeckt die Welt seiner Gefühle und erlebt mit ihm seine Selbstfindung. Der Bogen ist weit gespannt – vom Loslassen seiner Jugend über das erste Erwachen der Männlichkeit bis hin zu Fragestellungen über Liebe, Wiblichkeit und Verantwortung. Das alles wird vielfach in den Gesprächen zwischen Freud, der kurz vor seiner Abreise nach London steht um den Naziregime zu entkommen, und Franz wunderbar unterhaltsam reflektiert. Robert Seethaler gelingt das mit einer leichten Sprache, direkt und ohne Schnörkel. Dabei ist „Der Trafikant“ hochaktuell, er appelliert an unsere Fähigkeit zum Nachdenken, an unsere Klugheit und an das Einstehen für Werte.

„Die Ahnungslosigkeit ist ja praktisch das Gebot der Stunde, das Nichtwissen das Leitmotiv der Zeit. Da kann man auch schon einmal hinschauen, ohne was gesehen zu haben. Oder hinhorchen und trotzdem nichts verstehen.“

Robert Seethaler, Der Trafikant: Als Hardcover, Taschenbuch und Hörbuch, erschienen im Verlag Klein & Aber.

Apfelbrot – Was Foodblogger so lieben

Das Internet bietet heute jedem seine Ausdrucksmöglichkeit. Manche kommen besser an, manche schlechter. Auch Blogger haben die unterschiedlichsten Themen für sich erkannt – vom chaotischen Familienleben (Sontje und das Chaoshaus, ein Blog mit und über eine Familie mit einem Down Syndrom Kind) über Reiseblogs (z.B. Pink Compass, der Reiseblog für alleinreisende Frauen) bis hin zu Foodblogs. 300.000 aktive Blogger allein in Deutschland soll es geben – so Zahlen aus 2010. Weltweit soll es 70 Millionen Blogs geben (Heise Online schon im Jahr 2005). Gut, dass es noch Bücher, gedruckt und gebunden, gibt, die die Spreu vom Weizen trennen und Orientierung bieten. Wie das Buch „100 Foodblogger haben wir gefragt – Vier Jahreszeiten, 100 Lieblingsrezepte“ aus dem ars vivendi-Verlag.

Rezepte von 100 Foodbloggern

Das Buch ist nicht nur inhaltlich anspruchsvoll, auch Bindung, Aufmachung und Verarbeitung zeigen, dass hier ein Team mit viel Liebe gearbeitet hat. Fadenheftung, Lesebändchen, schönes Papier. Das Buch mit seinen über 200 Seiten liegt schwer in der Hand und bietet eine Auswahl an wunderbaren, oft ungewöhnlichen Rezepten. Eben die Lieblingsrezepte der Foodblogger. Sortiert nach Jahreszeiten kann man sich „durchprobieren“, sich und seine Gäste überraschen. Der „lauwarme Spargel-Brot-Salat mit getrockneten Kirschen“ ist der Opener für den Frühling. Ein Rezept vom Blog Biskuitwerkstatt. Ein Gesckmacksabenteuer dürften für viele die „Milchreis-Erdbeer-Sushi mit Pistazien-Minz-Pesto“ oder die „No bake Frühlingstörtchen mit Brombeer- und Limettencreme“ sein. Eher klassisch erscheinen dagegen die Südtiroler Kasnocken und das „Gemüse mit Hähnchenbrust und Basmatireis aus dem Wok“. Genauso „abenteuerlustig“ wie das Jahr mit dem Frühling startet geht es im Sommer, Herbst und Winter weiter: „Gegrillte Wassermelone mit Ziegenkäse auf Rucola“, „Gemüsequiche mit Kichererbsen-Grieß-Boden“ oder „Rote-Beete-Vollkorn-Flammkuchen“ sind einige der vielen Beispiele. Alle Rezepte klingen gut und versprechen ganz besondere Augenblicke. Aber wir wollten es genau wissen und haben uns ein Rezept ausgesucht. Passend zur Jahreszeit (und zu unserer Leidenschaft für Brot) haben wir ein Herbstrezept gewählt: Würziges Apfelbrot mit Rosmarin und Sonnenblumenkernen vom Blog Cinnamon and Coriander.

Apfelbrot? Nicht süß, sondern deftig!

Kiki, so heißt die Bloggerin von Cinnamon and Coriander, ist 28 Jahre jung, kommt aus Bayern und lebt zur Zeit in Kanada. Ihre Küche ist vielschichtig und experimentierfreudig, in der Musik würde man sagen „crossover“.

Gut gewürzt ist halb gewonnen! Egal ob herzhaft oder süß –Gewürze sind für mich der Schlüssel zum Genuss! (Kiki)

Ungewöhnlich schon die Zutaten zum „Brot“ – und der Beginn eines besonderen Geschmackserlebnisses.

Für eine große Kastenform

250 g Mehl
2 Tl Salz
2 Tl Backpulver
3 – 4 El Zucker
2 El Rosmarin, frisch oder getrocknet
1/2 Tl Zimt
1/4 Tl Muskat
1 Tl Pfeffer, frisch gemahlen
2 Eier (L)
250 g Buttermilch
120 g Olivenöl
4 El geröstete Sonnenblumenkerne + 1 El als Topping
1 großer oder 2 kleine säuerliche Äpfel (ca. 200 – 230 g)

Zubereitung

Backofen auf 175 °C vorheizen, die Kastenform einfetten und den Boden zusätzlich mit Pergamentpapier auskleiden (dann löst sich das Brot besser aus der Form). Die Sonnenblumenkerne rösten und abkühlen lassen, Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Nun die trockenen acht Zutaten in einer Schüssel mischen. Buttermilch, Eier und das Öl in eine weitere Schüssel geben und mit der Gabel kurz verquirlen. Diese Mischung unter die trockenen Zutaten heben, bis ein klebriger Teig entsteht. Er muss, so Kiki, „nicht super-homogen sein – rührt also nur so lange wie unbedingt nötig. Kleine Klümpchen machen nichts!“ Am Schluss Sonnenblumenkerne und Apfelstückchen untermischen und den Teig in die Form geben. Das Brot braucht ca. 45-50 Minuten im Ofen und ist fertig, wenn die Ränder leicht golden sind – und wenn am Stäbchen kein Teig mehr kleben bleibt.

Das Brot riecht würzig nach Herbst und schmeckt auch so. Marmelade ist definitiv der falsche Aufstrich, eher Salz oder Kräuter. Es eignet sich als ungewöhnlicher Nachmittagssnack, der gut den Magen füllt und auch perfekt zu einer Bratensoße passt – oder mit einem Salat kombiniert werden kann. Uns hat es geschmeckt, auch wenn es nicht so fluffig geworden ist, wie es Kiki in ihrem Blog beschreibt.

Erlanger Markt Tomatenspezialist

Der Tomatenspezialist

Wir haben letztes Jahr schon einmal einen Bericht über unseren Markt in Erlangen geschrieben. Die Begeisterung ist ungebrochen. Gerade in den Monaten von Mai bis Oktober ist das Angebot umwerfend. An den Marktständen Obst und Gemüse der Saison und in der Regel aus der Region. Hier gibt es praktisch alles, was die Natur hervorbringt. Daneben bereichern Spezialitätenstände das Angebot. Von Oliven über Ziegenkäse oder Fisch bis zu Honig, leckeren Aufstrichen oder Brot aus der Steinmühle kann man hier alles kaufen, was das Herz begehrt. Dazu noch Blumen, Stauden und andere Gewächse für den Garten. Eine wirkliche Pracht.

Der Tomatenspezialist auf dem Erlanger Markt

Und für Entdeckungen ist der Erlanger Markt immer gut. Zum Beispiel Tomaten. Vor kurzem haben wir in einem Garten von Freunden die schwarze Tomate Black Krim entdeckt. Weiche Schale, süßer Kern und ein wunderbarer Geschmack. In den Super- und Biomärkten wurden Tomaten auf dem Marktwir nicht fündig. Selbst ziehen ist in diesem Jahr leider zu spät. Auf dem Markt entdeckten wir dann einen Marktstand mit einer unglaublichen Auswahl und einer echten Leidenschaft für die Tomate. Für uns der Tomatenspezialist.

Das Lieblingsgemüse von vielen gibt es hier in allen erdenklichen Farben – rot, gelb, dunkelgrün, violett, schwarz und gestreift – und  in allen erdenklichen Formen, von Johannisbeer- bis Kindskopfgröße. Geschmacklich reicht diese Vielfalt von mild-schmelzend über fruchtig-süß bis säuerlich-aromatisch. Beim Tomatenspezialisten vom Erlanger Markt erkennt man, wie eingeschränkt doch das Angebot im normalen Lebensmittelhandel ist und was wir alles versäumen. Anders auf dem Markt. Ein Vergnügen ist es, den Marktleuten zuzuhören, wenn sie die Vorzüge und Eigenheiten ihrer Tomaten erklären – zumeist in Eigenbau und, wir glauben es, mit viel Liebe gezüchtet. Wir waren begeistert und haben uns für Ananastomaten entschieden. Sie stammen eigentlich aus den USA und wurden dort von Gleckler´s Seedmen, Ohio, bekannt gemacht. Die gelb bis orangerot marmorierte Fleischtomate ähnelt aufgeschnitten einer Ananas mit feinen Streifen und roter Maserung. Der Geschmack ist fruchtig und süß, und anders als wir es vermutet hätten.

Das Tomatensugo – das Beste was Nudeln passieren kann

Diese Aussage allerdings gilt nur dann, wenn die Tomaten auch wirklich aromatisch sind. Wir haben es nicht mit den oben angesprochenen Ananastomaten probiert, sondern mit der Sorte Black Krim aus dem Garten unserer Freunde. Die Tomaten waren schon richtig reif, saftig und weich. Ein paar klein gehackte Zwiebeln und etwas Knoblauch (ebenfalls fein gehackt) im Topf mit Olivenöl leicht anbraten, die grob geschnittenen Tomaten, Thymian und andere Kräuter nach Geschmack dazu geben, und alles im Topf eine Zeit lang zugedeckt köcheln lassen. Ab und an mit dem Holzlöffel umrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Nach etwa 15 bis 20 Minuten ist das Sugo fertig (hängt aber immer davon ab, wie saftig und flüssig die Tomaten sind. Es kann auch länger dauern, bis das Sugo eingedickt ist). Unser Sugo war so lecker und schnell selbstgemacht, da kommt keine fertige Sauce oder gar Ketchup mit. Und das Vergnügen, etwas zu essen, was praktisch aus dem eigenen Garten kommt und man mit wenig Zeit selbst herstellen kann, ist eine schlicht tolle Erfahrung.

Kaugummi und Süßigkeiten-Automat

Kaugummiautomaten – das Glück des Zufalls.

Rot, kastig, mit vielen (heute würden wir sagen ungesunden) Leckereien – Kaugummis, Bonbons, manchmal kleine Überraschungen enthielten die Automaten damals. Einen Groschen (10 Pfennig, als Kind ein Vermögen) in den Kaugummiautomaten einwerfen und sich freuen. Schon das Drehen des Griffes war pure Verheißung und dann klapperte das Geheimnis durch die unsichtbaren Gänge in den Auswurfschacht. Klappe auf und nehmen. Das war schon eine Freude. Auch wenn es künstlich schmeckte, es waren Zufluchtsmomente. Und Eltern konnten ihren Kindern mit wenig Aufwand immer eine Freude machen. Ein paar Groschen für die Räuberbande und der Spaziergang war gerettet. Ein Gerangel, wer sein Geld zuerst einwerfen durfte. Manch einer versuchte auch zu errechnen, wann der nächste große Wurf kommen müsste, der rote Kaugummi oder das kleine Geschenk. Meist vergeblich. Es blieb Zufall und ein Geheimnis – wie das Leben oder die Liebe.

Heute gibt es Kaugummi- oder Süßigkeitenautomaten nur noch selten. Meist an Schulwegen, vornehmlich in der Nähe der Grundschulen. Hier stehen dann die Kinder immer noch vor den „Wunderkästen“ und ziehen ihr kleines Goodie auf dem Hin- oder Nachhauseweg. Die Kosten sind natürlich gestiegen – 20 bis 50 Cent müssen die Kleinen bereit halten. Dafür gibt es nicht nur Kaugummis, sondern Anhänger, Monstergummis oder Klebeschlangen. Das Richtige für langweilige Schulstunden. Man muss keine Technik bemühen, keine App herunterladen oder gar einen Ausweis zücken um das Glück des Zufalls zu genießen – einfach nur Kleingeld bereithalten, in den Schlitz des Kaugummiautomaten stecken und drehen, um dann mit der Beute in der Hand weiter zu laufen und gedankenverloren zu naschen oder mit den Freunden die Leckereien zu teilen, ehe sie in der Hand schmelzen.

 

Die Ein Dollar Brille

Die Ein-Dollar-Brille

Die Ein-Dollar-Brille ist eine Revolution. Keine technische, keine medizinische, eine menschliche. Angefangen hatte alles im Jahre 2010. Martin Aufmuth, Mathematik- und Physiklehrer aus Erlangen, baute den Prototypen seiner einfachen Optikermaschine. In einem hellen Holzwürfel mit 30 Zentimetern Kantenlänge befindet sich eine Biegemaschine, in der ein Federstahldraht in kurzer Zeit zu Brillen für Kinder und Erwachsene, Dick- und Dünnnasige, Große und Kleine gebogen werden kann. Eine Universalbrille. Aber warum eine Brille?

Die Brille als Chance zur Teilhabe

„Laut einer Studie der WHO bräuchten mehr als 150 Mio. Menschen eine Brille, können sich aber keine leisten. Diese Menschen können nicht arbeiten, Kinder und Jugendliche können nichts lernen. Der dadurch entstehende Einkommensverlust wird auf rund 120 Mrd. US-Dollar pro Jahr geschätzt. Das entspricht in etwa dem Betrag, der jedes Jahr weltweit in Entwicklungshilfe investiert wird!“ (Quelle: www.eindollarbrille.de)

So ist die Ein-Dollar-Brille für viele Menschen in Entwicklungsländern eine Chance auf Teilhabe, Bildung und die Ausübung eines Berufs. Die Ein-Dollar-Brille besteht aus einem sehr leichten, flexiblen und stabilen Federstahlrahmen und vorgeschliffenen Gläsern aus Polycarbonat. Die Materialkosten, inklusive Gläser, liegen bei rund 1 US-Dollar. Verkauft wird sie für zwei bis drei ortsübliche Tageslöhne. Damit ist die Ein-Dollar-Brille bezahlbar – auch für sehr arme Menschen.

Aber nicht nur das: Durch die von Martin Aufmuth und seinem Team entwickelte sehr einfache, kompakte und stabile Optikermaschine (Biegemaschine), können sich Menschen in den Entwicklungsländern Existenzen aufbauen. An ihr können von sechs Personen bis zu 50.000 Brillen pro Jahr hergestellt werden – für Kinder, Erwachsene, Menschen mit großem Augenabstand, Menschen mit kleinem Augenstand. Natürlich sind das keine Designerbrillen, obwohl sie durch ihre klare Linienführung und den einfachen Aufbau, auf Wunsch mit kleinen individuellen Verzierungen, das Zeug zum Klassiker hätten. Und was ist mit den Brillengläsern? Diese werden als Art Baukasten mitgeliefert. Sie bestehen aus Polykarbonat mit kratzfester, gehärteter Oberfläche. In dem Kasten befinden sich 25 verschiedene Gläserstärken von -6,0 bis +6,0 Dioptrien in Schritten von 0,5 Dioptrien für bis zu 500 Brillen, auf teure Schleifmaschinen und elektrischer Strom kann verzichtet werden – der Optiker kann somit überall seinen Arbeitsplatz aufschlagen und Brillen für seine Kunden herstellen. Eine Maschine kostet 2.500 Euro, inklusive Draht und Linsen. Diese werden vom Verein an die Werkstätten verliehen, denn ein Kredit würde die Leute ruinieren.

Ausgezeichnete Idee

Die Ein-Dollar-Brille wurde am 12. November 2015 in San Jose, Kalifornien (USA) mit dem weltweit renommierten Tech Award ausgezeichnet. Die Ein-Dollar-Brille erhielt den Preis für das Konzept zum Aufbau eigenständiger und finanziell unabhängiger Strukturen einer augenoptischen Grundversorgung von Menschen in Entwicklungsländern. Zusammen mit dem 1. Preis beim „empowering people Award“ der Siemens Stiftung im Jahre 2013 hat die Ein-Dollar-Brille damit schon zwei große internationale Auszeichnungen erhalten.

Ohne Unterstützung geht nichts

Rund 150 Ehrenamtliche engagieren sich inzwischen für die Ein-Dollar-Brille. Dazu kommen derzeit rund 4.000 Menschen, die die Vision mit Spenden oder Werbung unterstützen. Ohne sie wäre die Arbeit gar nicht möglich, wäre die Idee der Ein-Dollar-Brille gar nicht umzusetzen. So wie in Burkina Faso:

„Unser Team in Burkina Faso hat im Oktober seine 10.000ste Brille verkauft. Zehntausend verkaufte Brillen in einem einzigen Land sind ein großer Meilenstein für die EinDollarBrille und ein Beweis, dass unser Konzept funktioniert. In Burkina Faso arbeiten derzeit 25 Menschen, darunter auch Köperbehinderte, für die EinDollarBrille. Sie und ihre Familien leben alle vom Verkauf der Brillen. Partner vor Ort ist die von Katrin Rohde gegründete Organisation A.M.P.O. Die Brillen werden für rund 5 Euro verkauft – das entspricht 2-3 lokalen Tageslöhnen und ist auch für arme Menschen bezahlbar. Im Rahmen einer Partnerschaft mit der Siemens Stiftung werden wir nun ein zweites Team in der Stadt Kaya aufbauen.“ (aus dem aktuellen Newsletter des Vereins)

Auch Sie können spenden:

Spendenkonto EinDollarBrille e.V.
Sparkasse Erlangen
IBAN: DE56 7635 0000 0060 0444 15
BIC: BYLADEM1ERH

EinDollarBrille e.V., Martin Aufmuth, Böhmlach 22, 91058 Erlangen

Bild © Martin Aufmuth

Weihnachtsmuffins

Weihnachts-Muffins selbstgemacht

Weihnachtsgebäck – einfach, schnell und gut als Mitbringsel

Jedes Jahr wird in der Vorweihnachtszeit wieder gebacken, auch wenn man inzwischen an jeder Ecke Weihnachtsgebäck kaufen kann. Aber selbstgebacken schmeckt einfach besser. Allein der Duft aus dem eigenen Backofen, der nach dem Backen die ganze Wohnung erfüllt, macht den Aufwand lohnenswert. Plätzchen, Lebkuchen und Stollen genießen wir zum Adventskaffee mit der Familie oder unter Freunden. So versüßen wir uns die kalten, ungemütlichen Monate des Jahres.

Eine moderne Alternative zum traditionellen Weihnachtsgebäck sind Weihnachtsmuffins. Diese süßen Kleinigkeiten sind ganz unkompliziert und schnell gebacken. Außerdem eignen sich Muffins hervorragend als selbstgemachtes Geschenk. Eine individuelle Dekoration verleiht ihnen das gewisse Etwas.

Auch für Kinder ist dieses einfache Rezept geeignet, aber bitte nur unter Aufsicht einer erwachsenen Person backen lassen.

Muffin-Teig

Unser Rezept für Weihnachtsmuffins:

(Zutaten für ca. 20 Muffins, Muffinbackform aus Metall plus Papierförmchen oder Silikon werden benötigt)

Für den Teig:

  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 60 g Butter
  • 3 Eier
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 g gemahlene Haselnusskerne
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 1-2 TL Lebkuchengewürz
  • 70 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 125 ml Glühwein (wenn Kinder mitessen, kann man den Glühwein ganz einfach durch Kinderpunsch ersetzen.)

Für die Verzierung:

  • Weißer Fondant
  • Speisefarben
  • 100 g Puderzucker
  • 1 TL Wasser
  • Zuckerperlen

Schritt 1:

Zunächst die Zutaten Mehl, Backpulver, Haselnüsse, Mandeln, Lebkuchengewürz, Zucker und Vanillezucker mischen.

Schritt 2:

In einer zweiten Schüssel das Marzipan zerbröckeln und mit der Butter und den Eiern verrühren.

Schritt 3:

Abwechselnd  immer etwas von der Mehlmischung aus Schritt 1 und ein bisschen Glühwein zur Marzipan-Butter-Eier-Masse dazugeben, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Tipp: Nicht lange Rühren, nur kurz Vermengen!

Schritt 4:

Den Backofen auf 180° (Umluft 160°, Gas Stufe 3) vorheizen und die Mulden der Metallmuffinform mit Papierförmchen auslegen. Bei den Silikonformen werden keine Papierförmchen benötigt.

Schritt 5:

Den Teig drei Viertel hoch in die Förmchen einfüllen. Ab in den Backofen!

Die Muffins müssen jetzt ca. 20 min. backen.

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Schritt 6:

Den Fondant mit ein paar Tropfen der gewünschten Speisefarbe  gut verkneten, ausrollen und mit Plätzchenförmchen passende Motive ausstechen. Aus Puderzucker und Wasser einen glatten Guss herstellen. Wenn man möchte, kann man auch diesen mit etwas Speisefarbe einfärben.

Schritt 7:

Nicht vergessen die Muffins rechtzeitig aus dem Ofen zu holen!

Wenn sie abgekühlt sind, kann man sie mit dem Puderzuckerguss bestreichen und mit Fondant-Motiven oder bunten Zuckerperlen verzieren.

Tipp: Es sind auch alle anderen Möglichkeiten der Dekoration denkbar, wie beispielsweise Schokoladenglasur.

Fertig!

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Wir wünschen einen Guten Appetit!

Vielen Dank Anna-Maria Tonke für diesen Beitrag und die leckeren Muffins.