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Der Tomatenspezialist

Erlanger Markt Tomatenspezialist

Wir haben letztes Jahr schon einmal einen Bericht über unseren Markt in Erlangen geschrieben. Die Begeisterung ist ungebrochen. Gerade in den Monaten von Mai bis Oktober ist das Angebot umwerfend. An den Marktständen Obst und Gemüse der Saison und in der Regel aus der Region. Hier gibt es praktisch alles, was die Natur hervorbringt. Daneben bereichern Spezialitätenstände das Angebot. Von Oliven über Ziegenkäse oder Fisch bis zu Honig, leckeren Aufstrichen oder Brot aus der Steinmühle kann man hier alles kaufen, was das Herz begehrt. Dazu noch Blumen, Stauden und andere Gewächse für den Garten. Eine wirkliche Pracht.

Der Tomatenspezialist auf dem Erlanger Markt

Und für Entdeckungen ist der Erlanger Markt immer gut. Zum Beispiel Tomaten. Vor kurzem haben wir in einem Garten von Freunden die schwarze Tomate Black Krim entdeckt. Weiche Schale, süßer Kern und ein wunderbarer Geschmack. In den Super- und Biomärkten wurden Tomaten auf dem Marktwir nicht fündig. Selbst ziehen ist in diesem Jahr leider zu spät. Auf dem Markt entdeckten wir dann einen Marktstand mit einer unglaublichen Auswahl und einer echten Leidenschaft für die Tomate. Für uns der Tomatenspezialist.

Das Lieblingsgemüse von vielen gibt es hier in allen erdenklichen Farben – rot, gelb, dunkelgrün, violett, schwarz und gestreift – und  in allen erdenklichen Formen, von Johannisbeer- bis Kindskopfgröße. Geschmacklich reicht diese Vielfalt von mild-schmelzend über fruchtig-süß bis säuerlich-aromatisch. Beim Tomatenspezialisten vom Erlanger Markt erkennt man, wie eingeschränkt doch das Angebot im normalen Lebensmittelhandel ist und was wir alles versäumen. Anders auf dem Markt. Ein Vergnügen ist es, den Marktleuten zuzuhören, wenn sie die Vorzüge und Eigenheiten ihrer Tomaten erklären – zumeist in Eigenbau und, wir glauben es, mit viel Liebe gezüchtet. Wir waren begeistert und haben uns für Ananastomaten entschieden. Sie stammen eigentlich aus den USA und wurden dort von Gleckler´s Seedmen, Ohio, bekannt gemacht. Die gelb bis orangerot marmorierte Fleischtomate ähnelt aufgeschnitten einer Ananas mit feinen Streifen und roter Maserung. Der Geschmack ist fruchtig und süß, und anders als wir es vermutet hätten.

Das Tomatensugo – das Beste was Nudeln passieren kann

Diese Aussage allerdings gilt nur dann, wenn die Tomaten auch wirklich aromatisch sind. Wir haben es nicht mit den oben angesprochenen Ananastomaten probiert, sondern mit der Sorte Black Krim aus dem Garten unserer Freunde. Die Tomaten waren schon richtig reif, saftig und weich. Ein paar klein gehackte Zwiebeln und etwas Knoblauch (ebenfalls fein gehackt) im Topf mit Olivenöl leicht anbraten, die grob geschnittenen Tomaten, Thymian und andere Kräuter nach Geschmack dazu geben, und alles im Topf eine Zeit lang zugedeckt köcheln lassen. Ab und an mit dem Holzlöffel umrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Nach etwa 15 bis 20 Minuten ist das Sugo fertig (hängt aber immer davon ab, wie saftig und flüssig die Tomaten sind. Es kann auch länger dauern, bis das Sugo eingedickt ist). Unser Sugo war so lecker und schnell selbstgemacht, da kommt keine fertige Sauce oder gar Ketchup mit. Und das Vergnügen, etwas zu essen, was praktisch aus dem eigenen Garten kommt und man mit wenig Zeit selbst herstellen kann, ist eine schlicht tolle Erfahrung.

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